Sommergrippe

Sommergrippe: Ursachen, Symptome und Behandlung

Grippale Infekte im Sommer sind äußerst lästig, denn während sich die anderen im Freibad tummeln, fühlt sich der Erkrankte außerordentlich schwach und möchte sich nur noch ins Bett verkriechen. Sobald sich die ersten Symptome einer Sommergrippe zeigen, sollte man handeln. Wird die Infektion verschleppt, drohen Folgeinfektionen, die man meist nur mit starken Medikamenten in den Griff bekommt.

Definition Sommergrippe

Die Sommergrippe ist ein grippaler Infekt mit den Symptomen einer Erkältungskrankheit. Sie hat nichts mit der echten Grippe, der Influenza, zu tun, auch wenn sich die Symptome ähneln. Die Influenza wird von anderen Viren ausgelöst und meist mit stärkeren Symptomen als eine Erkältungskrankheit auf. Gerade für ältere Menschen kann sie bedrohlich werden. Der deutlichste Unterschied zeigt sich im Verlauf beider Krankheitsbilder. Während die Influenza plötzlich auftritt, kündigt sich die Sommergrippe immer an.

Die Übertragung der Sommergrippe

Die Erkrankung wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, also durch Husten und Niesen. Eine Ansteckung kann aber, wenn wir dicht neben einem Erkrankten stehen, bereits beim Sprechen und Atmen erfolgen. Auch beim Berühren von Türgriffen und Geländer an stark frequentierten Plätzen besteht erhöhte Ansteckungsgefahr. Sobald Sie danach Ihre Schleimhäute berühren, zum Beispiel die Augen wischen oder den Finger an den Mund legen, können Sie sich infizieren. Überall, wo Menschengruppen zusammenkommen, also bei Sportveranstaltungen, im Büro oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, ist die Ansteckungsgefahr relativ hoch. Je stärker Ihr Immunsystem, desto besser sind Sie vor einer Ansteckung geschützt.

Symptome der Sommergrippe

Gegen die Sommergrippe kann man sich nicht impfen lassen. Allerdings ähneln die Beschwerden denen einer Influenza. Betroffene haben neben Fieber, Husten und Schnupfen meist auch Schüttelfrost und fühlen sich matt und abgeschlagen. Meist kommen Hals-, Ohren- und Kopfschmerzen hinzu. Manche Betroffene leiden unter Übelkeit und Erbrechen, Kinder auch zu Bindehautentzündung.

Die Symptome im Überblick sind:

  • Husten und Schnupfen
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Übelkeit, eventuell Durchfall
  • Hals- und Ohrenschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • bei Kindern auch Bindehautentzündung

Erkältungsviren brauchen bestimmte Bedingungen

Die Sommergrippe wird von Erkältungsviren ausgelöst, von denen es Hunderte gibt. Jeder Virentyp braucht unterschiedliche und individuelle Bedingungen, damit er sich in seinem Wirt heimisch fühlt. So sind beispielsweise Coxsackie-, Entero- und Echoviren an warme Temperaturen gewöhnt und mit die häufigsten Auslöser einer Sommergrippe. Auch im Urlaub sind wir anfälliger für grippale Infekte, da ungewohntes Essen und andere klimatische Bedingungen das Immunsystem schwächen können. Weil die Erkältungsviren das Immunsystem zusätzlich schwächen, ist der Körper jetzt auch anfälliger für Bakterien. Somit steigt das Risiko für Folgeinfektionen wie Lungenentzündung oder Mittelohrentzündung.

Der Verlauf der Sommergrippe

Die Ansteckung mit einer Sommergrippe hat meist schon vor Ausbruch der ersten Symptome stattgefunden. Anders als bei der Influenza ist die akute Phase meist schon nach drei Tagen vorüber. Bei Betroffenen mit guter Konstitution kann sich sogar nach drei Tagen völlig abgeklungen sein. Bei anderen dauert sie wiederum eine ganze Woche. Solange besteht auch Ansteckungsgefahr für andere im Umfeld.

Behandlung der Sommergrippe

Um die Krankheit auszuheilen, braucht man auch im Sommer genügend Ruhe. Gegen die Symptome helfen Medikamente, die speziell auf die einzelnen Organe ausgerichtet sind. Lutschtabletten lindern Halsschmerzen, wirken schmerzstillend und entzündungshemmend. Auch gegen Husten gibt es unterschiedliche Medikamente wie Saft oder Zäpfchen. Bei Fieber können bereits Wadenwickel helfen, ist es höher, gibt man fiebersenkende Medikamente. Jetzt braucht der Körper viel Ruhe. Leider verleitet das schöne Wetter oft dazu, sich nicht genügend Erholung zu gönnen. Das kann die Heilung unnötig verzögern.

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